Ancient Greek
Einleitung
Eusebius Scr. Eccl. et Theol., Contra Marcellum Handschriften.1
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Einzige Text quelle ist, wie schon Gaisford und Zahn wußten, die Handschrift in Venedig, die von ersterem, wohl nach Th. Heyse, folgendermaßen beschrieben wird: Cod. Marcianus 496. membranaceus saec. X, forma quadrata, δίστοιχος, versibus quadragenis binis, iisque litterarum fere tricenarum. Diligenter recognovit et jure suo potius quam ad alterius exempli fidem textum saepe emendavit docta manus saec. XVI. forsan Francisci Turiani, quem scimus hoc opus in MS. legisse, vel etiam primi editoris. Nam hunc ipsum codicem editionum πρωτότυπον esse plane perspicitur ex lacunis p. 52 et 53. Tit. in indice libri: Εὐσεβίου τοῦ Παμφίλου λόγοι β΄ Μάρκελλον τὸν Γαλάτην ἐξ αὐτῶν τῶν ἐκείνῳ συγγεγραμμένων· καὶ ἕτεροι τοῦ αὐτοῦ Εὐσεβίου λόγοι γ΄ ἀνατρέποντες τὰ Μαρκέλλου. Es steht mit der Überlieferung der beiden Eusebiusschriften also ganz entsprechend wie mit der der drei Βücher des Theophilus Antiochien an Autolycus und des Dialogs des Adamantius. Dieweiteren bisher bekannt gewordenen Handschriften sind sämtlich sehr jung und offenbar direkt oder indirekt aus der venezianischen hergeleitet. Von den beiden Codices Bodleiani auct. Ε. Ι. 10 (früher 2276?) und E. I. 11 sagt bereits Gaisford: quum recentes sint admodum et proculdubio e Veneto derivati, eos in consilium perraro adhibui. Der hierbei an zweiter Stelle genannte Codex, früher Bodl. Gr. misc. (noch früher NE. B. 6. 8 [2040] Bodl. 211) ist eine seit 1604 in Bodleiana befindliche, im Jahre 1543 von Georgios Tryphon Epidaurius geschriebene Papierhandschrift. Auch Harnack erklärt sie, was den Text des Theophilus anlangt, für eine bloße Abschrift aus Die Bedenken, die van de Sande Bakhuyzen für den Text des Adamautius äussert, machen nichts aus; denn wenn Bodl. auct. Ε. I. 11 auch nur »Abschrift einer revidierten Abschrift« des Venetus wäre, so einer auf Grund unabhängigen handschriftlichen Materials revidierten. Eine vierte Handschrift ist der cod. Vaticanus gr. 1089 chart. saec. XVI —so sicher nach einer Nachricht Mercatis, nicht saec. XIV, wie van de Sande Bakhuyzen angibt. Des letzteren Vermutung aber, daß Handschrift »wahrscheinlich eine Abschrift« der venezianischen ist, steht auch in Bezug auf unseren Text zu Recht. Als fünfte käme eine Handschrift der Nationalbibliothek zu Paris, cod. Paris, gr. 949 (nicht 969, früher Reg. 2985, 2) chart, 1581 Pantaleon Mamukas von Chios geschrieben. Eine sechste Handschrift »adscriptis etiam ex alio codice emendationibus [Excerpta ex iis in Roeskri Bibl. PP. Τ. V. p. 282sq.] «besaß einst Thomas Gale. Dies ist wahrscheinlich der jetzige cod. Cantabrigiensis Trinity College O. 4. 41, enthaltend neben dem 1613 von Petrus Goldmannus Scotus in der Bodleiana abgeschriebenen Adamantius auch die beiden Eusebiusschriften mit dem Datum »Prid. non. Mart. 1695 (nach einer Mitteilung von Swete). In bezug auf den Adamantius ist die Handschrift erwiesenermaßen nur eine Copie des Bodleianus Ε. 1. 11. Verschollen ist eine siebente Handschrift, die sich einst in der Bibliothek des kaiserlichen Gesandten in Venedig Don Diego Hurtado de Mendoza daselbst befand und an erster Stelle die 5 Bücher Eusebius gegen Marcell enthalten zu haben scheint. Harnack bemerkt zum Theophilus a. a. O. :»Die Handschrift soll später in die des Μ. Corvinus nach Ofen gekommen sein und ist dann wahrscheinlich von den Türken verschleppt worden. Ihr Verlust läßt sich, seitdem der Marcianus bekannt geworden, verschmerzen. Bereits von Otto (a. a. 0. S. XIX) bemerkt, daß die Handschrift »neque cum Veneto nostro neque cum Bodlejano prorsus consentit«, d. h. ihnen sehr verwandt ist. Aus Graux, Essai p. 137. 225. 253. 363. 399 ist aber zu schließen, daß sie höchst wahrscheinlich ebenfalls lediglich eine Copie des Marcianus gewesen ist; denn sie umfaßte dieselben Stücke wie dieser; es fehlt ihr nur der Antirrheticus des Gregor, der auch in der Copie des Georgias Trypho vermißt wird«. So bleibt als einzige selbständige Überlieferung der cod. Venetus Marc. gr. 490 übrig, zu dessen weiterer Beschreibung folgendes dienen mag. Die 185 Blätter umfassende Handschrift kam aus dem Besitze des Cardinais Bessarion nach dessen Tode im Jahre 1472 in die Marcusbibliothek. Sie enthält 1) fol. 1a τοῦ ἐν ἁγίοις πατρὸς ἡμῶν γρηγορίου ἐπισκόπου νύσης πρὸς τὰ ἀπολιναρίου ἀντιρρητικός. 2) fol. 29b εὐσεβίου τοῦ παμφίλου τῶν κατὰ μαρκέλλου τοῦ ἀγκύρας ἐπισκόπου λόγος αݲ. 3) fol. 48a τῶ τιμιωτάτω καὶ ἀγαπητῶ συλλειτουργῶ φλακίλλω εὐσεβίος ἐν κυρίω χαίρειν (folgen die 3 Bücher de ecclesiastica theologia). 4) fol. 92a διάλεκτος ἀδαμαντίου τοῦ καὶ ὠριγένους περὶ τῆς εἰς θεὸν ὀρθῆς πίστεως κτλ. 5) fol. 125b ζαχαρίου σχολαστικοῦ χριστιανοῦ τοῦ γενομένου μετὰ ταῦτα ἐπισκόπου μιτθλήνης ὁ διάλογος ἀμμώνιος ὅτι οὐ συναΐδιος τῶ θεῶ ὁ κόσμος κτλ. 6) fol. 143a αἰνείου σοφιστοῦ διάλογος θεόφραστος ὅτι οὐκ ἔστιν ἀνθρώπων προβιοτὴ καὶ ὅτι ἀθάνατος ἡ ψυχή. 7) fol. 160b θεοφίλου πρὸς αὐτόλθκον. Die Handschrift, die Gaisford auf das X. Jahrhundert datiert, ist von V. Otto ins XL, von Zanetti-Bongiovanni und van de Sande Bakhuyzen sogar ins XII. Jahrhundert gesetzt werden. Ein Specimen bei v. Otto zu S. XVI. Der erste Schreiber (V*) schrieb mit gelbbrauner Tinte den ganzen Text, unter fast regelmäßiger Setzung des beweglichen ν (dagegen ist ι adseriptum selten). Er bezeichnete dabei mitunter biblische Citate durch >>,Marcellcitate durch ——am Rande; beides aber ganz unregelmäßig. Er rückte öfter, namentlich gegen Ende unseres Textes, den ersten Buchstaben einer Zeile etwas an den Rand vor; doch ist ein Princip in der so angedeuteten Einteilung nicht zu erkennen. Er schrieb auch die kurzen Randnoten, die er vermutlich bereits in der Vorlage fand. Es sind dies folgende: S. 8, 13 (der Ausgabe) ἀ(??)ρειανίζεις. 14, 2ff ABBREV, 26, 7 ἀπ’ ἀπ'ς. 52, 12ff ABBREV, ebenso 60, 1. 61, 3. 62, 5. 68, 12 (oder 69, 6?) ἀληθῶς. 70, 26f ABBREV. 71, 22f καλῶς. 12, 35 f unleserlich (ἐπιστασία υἱοῦ ??Gelsborn). 87, 2 ABBREV 91, 28ff ABBREV 98, 12 ABBREV. 104, 14 ABBREV 16 ἀριανΐζεις. 106, 9 ABBREV 116, 3f καλώς. 19 θείως. 117, 29 ABBREV 119,34 ἀληθῶς. 122. 9f θείως. 133, 33 ὑπ(??) 139, 6 ABBREV 31f ABBREV 154, 23 (??)159, 27 ABBREV 160, 7 ABBREV 163, 30 περὶ πνεύματος und ABBREV 164, 2 περὶ υἱοῦ. Er scheint endlich auch an einer ganzen Anzahl von Stellen sich selbst corrigiert zu haben (V1) Allerdings betreifen diese Verbesserungen meist nur unbedeutende Dinge, Verwechselungen von ai ε η ι εἰ oder ο ου ω, offenbare Verschreibungen und dergleichen, mit denen ich den kritischen Apparat nur selten belastet habe. Eine weitere Auswahl von Stellen, an denen erst V1 das Richtige bietet, mag hier stehnich setze dabei meist nur die uncorrigierte Lesart von V* her; nur wo es die Deutlichkeit verlangte, füge ich hinter einem Kolon die V1 hinzu: 3, 30 εὐαγγελίζεται. 7, 28 διασαφῆ̣ 13, 26 ἐπιβάλλον. 14, 19 ἐπεὶ: ἐπὶ (ebenso 152, 13; umgekehrt 89, 14). 19, 9 ἐπαρχηαι̣ 27,13 ἐντυγχάνοντες: (??)a. R. 30, 16 δὲδὲν: δὲ οὐδὲν. 41, 32 παραδήγματι̣ 48, 9 ἐπιδήτερ. 52, 10 ταῦττa: ταῦτα πάντα. 53, 5 κεχωρῆσθαι. 57, 25 ἰηρεμίαν. 63, 14 R τὴν ἐκκλησίαν. 68, 18 γενᾶ . κτίζει. 70,32 χώρει 71, 34 ἔχει. 86, 21 τῆς τοῦ ݲπρςݲ τῆς τοῦ ݲπρςݲ. 123, 1 ηὑροσεν. 141, 3 ݲπναݲ ݲπναݲ. 149, 3 διαλελθμμένως. 167, 22 τού. · τούτου. 170, 18 οἷς —ἐπιλέγει bis scr. 179, 30 ἄκρων̣ Bei weitem das meiste der Art hat aber erst V2 corrigiert, eine jüngere Hand, die sich einer grünlich-schwarzen Tinte bedient. Ob Gaisford (vgl. oben S. XVI) ausgesprochene Vermutung richtig ist, es sei die Hand des Franciscus Turrianus, vermag ich nicht zu sagen. Die des ersten Herausgebers kann es nicht sein. Richtig sagt aber Gaisford, daß die Correcturen dieses Schreibers nicht auf Vergleichung andern Manuscripts, sondern lediglich auf dem eignen Wissen zu beruhen scheinen. Zu seinen unzähligen Verbesserungen der von V* V1 überlieferten leichten Irrtümer und Eigenheiten brauchte er jeden- Gewicht die vielen unzweifelhaft falschen Emendationen von V2, vgl. den kritischen Apparat zu S. 2, 1. 4, 29. 5, 22. 9, 10. 17, 10. 27, 1. 34. 43, 10. 53, 26. 71, 4. 86, 33. 87, 34. 104, 11. 109, 11. 112, 1. 119,24. 123, 9. 124, 8. (125, 8.) 132, 17 (wo im krit. App. ὁ2 st. ὁ zu lesen ist). 133,22. 146,11. 150, 13. 152, 4. 155, 9. 160, 1. 171, 25. 174, 8. Besonders wichtig sind aber die Lücken in V* (V1) S. 54, 19. und 55, 27—29, von denen V2 die beiden letzten überhaupt nicht und die erste ganz falsch ausgefüllt hat. Hatte er wirklich einen von unabhängigen Codex zur Hand, so mußte er mindestens S. 54, 21 aus ihm herstellen können, da diese Zeilen auch im Venetus vorhanden waren und in ihm erst später durch Zufall zerstört sind. Hiernach scheint es ausgeschlossen, daß V2 bei aus einer andern handschriftlichen Quelle schörfte. Aus Eigenen würde er dann aber auch die auf ihn entfallenden hinzugefügt haben, nämlich: S. 33, 5f ὅρα τὸν εὐσέβιον ὅπως καὶ αὐτὸς ὁμολογεῖ κυρίως καὶ ἀληθῶς θεοτόκον τὴν ἁγίαν παρθένον. 64, 16f φλυαρεῖς. 86, 24f φλυαρεῖς. 87, 13ff ἀρειανὸς ἀκριβῶς εἰ, ἄθλιε. 104, 25 f ὅλον ἀσεβές. 113, 7 ff τοῦτο καλόν. 133, 12 ff ἀρειανῶν τὸ λέγειν μὴ εἶναι ἰσοτίμους τὰς γ΄ ὑποστάσεις. 160, 14 ff ποσαχῶς τὸ ἕτερον καὶ οὐ κατὰ τὰς ὑποστάσεις. 162, 29ff οὐαί σοι und καχεξιῶν (κατεξιῶν V2) πάντως τὴν δυσωδίαν ἐρεύξω. 164, 4f οὐαί σοι. 18ff ἰδοὺ καὶ τὸν (so, lies: καὶ τὸ πνεῦμα) ποίημα τοῦ πατρὸς λέγει. 20 οὐαί σοι. 22 ff ποῦ ταῦτα, θεομάχε. 171, 6f καλῶς. 175, 23ff οὐκ ὀρθῶς οὐδὲ τοῦτο ἐξηγήσω δύο θεοὺς παρησάγων (so). Übrigens ist es namentlich bei Rasuren, aber auch in andern Fällen, nicht immer möglich zu entscheiden, ob V* sich selbst verbessert (V1) oder ob eine Correctur von der Hand V2 vorliegt. Ich habe in solchen Fällen die Sigie V c gebraucht, denke aber, daß V c =V2 sein wird. Der so aus den Händen von V* (V1) und V2 (resp. V c) Text enthält aber noch immer nicht nur eine erhebliche schwerer, zum großen Teile gewiß schon der Vorlage von Verderbnisse, sondern auch noch genug von jenen geringfügigen Versehen, die den Apparat nutzlos belasten würden. Ich trage uneorrigierten Abweichungen V’s von der Ausgabe hier zum Schluß nach: 3, 16 παιδαγωγ zerstört am Ende der Seite. 4, 6 αὐτὸν αὐτὸ(??) ν (2 —3 Bb. zerstört am Ende der Columne). 57 6, 19 δυσεβείας. 9, 27 ἑστήκει. 11,9 ταῦτ’. 13,26 ἐπιγορίας (ebenso 64, 14 u. ö.) . 22, 2 τόλμα. 25, 17 ὁμοιώτατος. 26, 25 ἑρμεῖ. 30, 16 προσσχῶν. 31, 11 παραχωρήσω μὲν. 38, 26 ἐπαινοῦσα. 39, 19 αὕτη, τῷ. 41,1 λέγει. 46, 14 βουλόμενος 47, 12 ὁδὸν. 21 πρόσσχες. 57, 18 ἔστα (für εἰς τὰ). 25 καὶ ε/καὶ ἐφ’ (beim Seitenwechsel). 26 ἆρ᾿. 61 ἂν εἴρηται. 64, 21 πειρᾶται πειρᾶται 66, 17 κτίστιν. 70, 28 κατασιγάση. 71, 3 ἐτεκτείνατο. 72, 13 ἀπηλλοτρίοται. 74, 14 ἐβιωνέους. 75, 6 ἀποκαλύψει (ebenso 76, 7). 8 ἐσφάλει. 35 παρασκευάσει 79, 33 ἐπαγγέλοιτο. 87, 36 ἀνθροποπαθὲς. 93, 2 δοκεῖ. 97, 17 φήσαιαν. 98, 2 ἐδόξαζεν. 99, 6 πρακταίων. 108, 1 ἑνώθη. 109, 1 μένουσαν (in einem Wort). 123,15 μωϋσέα (nur hier). 129,29 u. 31 ὅτε. 132, 20 ἠσαΐας. 137, 23 διαβεβαιοῦτο. 150, 31 διαστειλλάμενος. 151, 21 ἀλλιγορικοῦ. 167, 8 παρεσκευασκέναι.